Schattenspieler 2.0 – Gaming Masterplan

„Ich bin da grad selbst watt an planen dran!“ Um mal bei Schluckes Worten aus Bang Boom bang zu bleiben. Dazu leite ich diesen Post mal zügellos umfangreich ein. Ich zocke wahrlich sehr gerne, doch berufsbedingt lang nicht mehr in dem Umfang wie früher. In meinem Besitz befinden sich alle LastGen Konsolen, sprich die Xbox 360, PlayStation 3 und Nintendo Wii U. Viele Konsolen, welche vor dieser Epoche hip gewesen sind, zähle ich mal zur Gattung der Retro-Konsolen.

Auch von besagten Retro-Konsolen sind einige in meinem Sortiment zu finden. Dazu hat sich die baldige LastGen Generation gesellt, ergo die Xbox One X, PlayStation 4 Pro und Nintendo Switch. Zu all dem Überfluss folgten im Laufe der Jahre stets einige Rechner, wovon momentan noch drei – nicht nur für Gaming – genutzt werden. Ich fasse zusammen. Ich zocke gerne. Ich zocke seit deutlich mehr als 30 Jahren. Ich bin kein Plattform-Nazi oder Fanboy eines bevorzugten Peripheriegeräts. Zocken ist wie Religion, nur besser.

Wie dem auch sei, für das Jahr 2020 habe ich mir etwas vorgenommen. Ich werde mich aus diversen Gründen für nur noch eine Konsole entscheiden und nicht länger alle Systeme beherbergen. Ich möchte zudem nicht auf PC-Gaming verzichten, aber auch nicht länger einen überzüchteten Stromfresser unter dem Schreibtisch stehen haben. Das ist meine persönliche Attitüde, von der jeder halten kann, was er möchte. Um diese zu erläutern, müsste ich die technische Thematik, als auch meine privaten Gegebenheiten atomarisiert darstellen, was ich nicht möchte.

Ich bin Founder von Stadia und bin von der technischen Realisierung begeistert. Es war leider schnell abzusehen, das Google Stadia ein Sackschuss ist. Nicht weil es nicht läuft, sondern weil das Angebot an Games salopp gesagt beschissen bescheiden und übertrieben teuer ist. Auch Geforce Now habe ich getestet, doch die Abstriche in puncto Spielauswahl missfallen mir. Da mich Streaming fasziniert, entschied ich am 05.11.2019, Shadow Ultra zu ordern.

Meine Steam Bibliothek fasst derzeit 602 Games. Zusätzlich besitze ich digitale Güter bei Blizzard, Uplay, Origin, Bethesda, GoG und weiß der Teufel nicht wo noch. Es scheint also durchaus sinnig, einer Plattform wie Shadow vor Stadia und Geforce Now den Vorrang zu geben. Am 18.03.2020 wurde mein Schatten nun letztendlich aktiviert, ein angemessener Client wurde schon im Vorfeld angeschafft.

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Plan war es, einen Desktop-PC zu nutzen, welcher wenig Strom frisst, aber meine tägliche Arbeit nicht zur Geduldsprobe macht. Er sollte klein und dadurch portabel sein. Zudem sollte dieser das Spielerlebnis meiner künftigen Spielkonsole insgesamt abrunden, um meine Sucht adäquat bedienen zu können. Meine Wahl ist auf einen Intel NUC gefallen, welcher sich wie folgt zusammensetzt.

  • Intel NUC NUC8I7BEH2 i7 Bean Canyon
  • Intel Core i7-8559U 4×2,7 GHz (Boost 4,5 GHz)
  • Intel Iris Plus Graphics 655
  • 32 GB G.Skill Ripjaws DDR4-2400
  • 1x Samsung 970 Evo Plus 500 GB
  • 1x Samsung 970 Evo Plus 1 TB
  • Verlustleistung 28 W
  • Eingangsspannung (DC) 12-19 VDC

Gekostet hat mich dieses Gerät im November 2019 rund 539,00 Euro zuzüglich 100,00 Euro für den Arbeitsspeicher. Die SSD habe ich teils noch auf Halde gehabt, weshalb ich diese nicht als Neuanschaffung rechne. Letztendlich ist es mein Ziel, Aufwendungen für Spiel und Spaß sowohl in Anschaffung, als auch im Unterhalt zu reduzieren. Zum Unterhalt rechne ich Strom und Material, sprich Games.

Da ich inzwischen weniger zocke, jedoch häufig Spiele kaufe, welche zunächst interessant wirken, um dann dennoch in der Ecke zu liegen, möchte ich diese Kosten ebenfalls reduzieren. Ich entschloss, Nutznießer des Xbox Game Pass Ultra zu werden. PlayStation Now wurde von mir getestet und für mies befunden. Der Game Pass wiederum bietet mir eindeutig mehr und als Schmankerl aktuelle Titel on top.

Halten wir bis an diese Stelle fest. Basis für meinen Shadow-PC ist ein Intel NUC. Bereits vorhandene Games unterschiedlichster Plattformen kann ich – vorbehaltlich und mit Ausnahmen – via Shadow nutzen. Der Xbox Game Pass versorgt mich konstant mit einer guten Auswahl an Spielen. Folgerichtig stellt die spätere Ergänzung dieses Setups durch die Anschaffung einer Xbox Series X eine gute Konstellation dar.

Hierzu eine einfache, wenn auch grobe Überschlagsrechnung als Beispiel für die Kosten im Anschaffungsjahr.

  • Intel NUC & Arbeitsspeicher, einmalig 639,00 Euro
  • Schadow Ultra, jährlich 299,88 Euro (24,99 Euro)
  • Xbox Game Pass Ultra, jährlich 155,88 Euro (12,99 Euro)

Macht unterm Strich 1094,76 Euro, was geteilt durch 12 dann 91,23 Euro im Monat sind. Nach dem ersten Jahr wäre in dieser Beispielrechnung der Intel NUC bezahlt, wodurch sich die monatlichen Fixkosten auf 37,98 Euro reduzieren. In dieser Summe sind letztlich regelmäßig neue Spiele durch den Game Pass enthalten, von denen ich sowohl unter Shadow, als auch auf der Xbox profitiere. Zusätzlich beinhaltet der Game Pass die Xbox Gold Mitgliedschaft, was ebenfalls ein Bonus für ein Setup dieser Komposition ist.

In dieser Rechnung fehlen natürlich die durchschnittlichen Kosten für den Stromverbrauch. Es dürfte jedoch jedem einseitig Hirntoten einleuchten, dass der NUC wesentlich weniger Strom fressen wird, als meine – in Anführungsstrichen – Bestie mit der NVIDIA GeForce RTX 2080. Befragt man Google nach Stromkosten für einen Gaming-PC, findet sich bei pcgames.de eine Beispieltabelle vom 22.06.2019. Wäre die dort getroffene Annahme korrekt, dann kämen bei meinem Work/Game-Quotient jährlich runde 320,00 Euro Stromkosten hinzu. Die gierige RTX 2080 würde diesen hypothetischen Wert sicherlich deutlich nach oben korrigieren.

Die Tatsache, dass ich diesmal auf den Kauf des Konkurrenten aus dem Hause Sony verzichten möchte, sollte zusätzlich bedacht werden. Die daraus resultierende Ersparnis aus mindestens 450,00 Euro für die Konsole und 59,99 Euro PlaySation Plus, in Summe also 509,99 Euro, finanzieren die Kosten von 37,98 Euro aus dem Beispiel bereits für mehr als ein Jahr.

Bevor jetzt irgendein selbstgefälliger Korinthenkacker probiert klugzuscheißen. Ja gottverdammmich, die Aufstellung ist sehr grob. Jedoch vor dem Hintergrund meiner privaten Rahmenbedingung und meinem gängigen Zockverhalten selbst grob überschlagen zutreffend. Und ja, es gibt Vor- und Nachteile was das Streaming anbelangt, jedoch sind diese Entscheidungen vor besagter Basis getroffen und nicht im Glauben, meine lokale Hardware – für meine Arbeit – vollständig ersetzen zu können.

Doch was ist nun mit Shadow? Ist mein Vorhaben bis hierhin von Erfolg gekrönt? Wenn ich etwas mit vollster Überzeugung sagen kann, dann das mein Grundgedanke sich bis jetzt vollkommen bestätigt hat. Shadow läuft wunderbar. Die Latenz, welche häufig von Pseudo-Pro-Gamern als mies bezeichnet wird, ist messbar, jedoch nicht spürbar. Trotz aktueller Ausfälle aufgrund der anherrschenden Corona-Krise, läuft der Dienst stabil, wie auch die Games. Getestet habe ich dies vorerst, mit »Gears of War 5« aus dem Xbox Game Pass und dem aktuellen »Doom Eternal«. Beide Titel laufen wunderbar, frei von einer störender Latenzzeit und maximaler Grafikleistung, sprich Ultra.

Ich denke, die Idee von einem kleinen, stromsparenden, gleichwohl potenten Rechenknecht, welcher unter gewissen Aspekten ein Arbeitsplatz auf Reisen, als auch Gamingmaschine sein kann, hat sich bis jetzt rentiert. Ungeachtet der Tatsache, dass die Verfügbarkeit von Shadow aufgrund der enormen Nachfrage echt bescheiden ist, bin ich bisher mit der technischen Leistung vollkommen zufrieden. Bezüglich der Leistung werde ich noch ein bisschen rumspielen, um dann zu berichten. Geplant ist auch eine genauere Ermittlung der variablen Kosten, sprich Strom. Doch dazu später dann mehr, Fortsetzung folgt.

Quelle: Titelbild, Shadow.tech

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