Würdelose, räudige Pussys

Es ist besser, sich mit zuverlässigen Feinden zu umgeben, als mit unzuverlässigen Freunden.
Zitat von John Steinbeck

Es ist mal wieder an der Zeit, mein therapeutisches Blog zu nutzen, um schlicht zu sagen, was ich sagen möchte. Diesmal geht es wirklich um etwas Privates, wo ich auch nicht zu sehr in Detail gehen mag. Wenngleich ich schon deutlich machen will, was mir gegen den Strich geht.

Ich habe mit meiner Ex-Partnerin 15 Jahre eine Beziehung geführt. Diese war gut, sonst wäre es ja nicht so weit gekommen. Allerdings veränderte sich meine Partnerin im Laufe der Beziehung. Sie hatte diverse Probleme und zog sich immer mehr aus einem gemeinsamen Leben zurück. Dies endete darin, dass ich sie über Jahre zu diversen Ereignissen wie Essen, Geburtstage, Hochzeiten, Partys oder Freizeitaktivitäten entschuldigt habe, mit Notlügen wie beispielsweise sie habe Migräne oder sei im Notdienst tätig.

In 15 Jahren Beziehung, bin ich mit meiner Partnerin genau ein einziges Mal im Kino gewesen. Wir waren nie gemeinsam im Urlaub. Wie waren nie zusammen bei einem Konzert – ungeachtet der Partys mit Livemusik, welche innerhalb des Freundeskreises veranstaltet worden sind. Ich bin über Jahre hinweg überall allein aufgetaucht, außer bei Geburtstagen trügerisch enger Freunde, oder zu Feiern innerhalb unserer Familien.

Die Probleme meiner Partnerin sind ihr peinlich gewesen. Wir haben über die gesamte Zeit unserer Beziehung gemeinsam an diesen Problemen gearbeitet. Ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt und immer ihre Wünsche respektiert, diese Probleme nicht nach außen zu tragen. Unter anderem litt sie an Depressionen, und um diese anzugehen, haben wir gemeinsam professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Ich selbst habe auf Dinge verzichtet, um ihre Depression nicht zu fördern.

Nun kann man sich ausmalen, was das insgesamt bedeutet und jeder muss für sich selbst wissen, ob man eine solche Beziehung führen möchte, oder eben nicht. Ich entschied mich nach 15 Jahren dazu, dass ich mehr möchte. Eine Frau an meiner Seite, mit der ich meine Freizeit gemeinsam genießen kann, welche teilnimmt am Leben. Ob dieser Wunsch wirklich so verwerflich ist?! Ich weiß es nicht! Meine Entscheidung wird mir, ohne diese zu hinterfragen, jedenfalls verächtlich ausgelegt.

Inzwischen ist diese Partnerin leider viel zu früh von uns gegangen. Viele Dinge blieben unausgesprochen und ungeklärt, auch gegenüber ihrer Familie. Ich wurde von der Beerdigung ausgeladen und konnte mich nicht am Tag ihrer Beisetzung von ihr verabschieden. Einer alternativen Trauerfeier unter Freunden durfte ich mich anschließen, doch selbst da wurde unsere Trennung in der Trauerrede thematisiert.

Jede Frau hat gute Freundinnen oder die beste Freundin, wie auch immer. Diese haben mich teils weit mehr als 15 Jahre als Freund bezeichnet, schimpften mich sogar Brüderchen. Genau diese guten Freundinnen sind es nun, die sich ihr Maul über mich zerreißen. Diese Freundinnen sind es, die seid der Trennung nicht ein Wort mit mir gewechselt haben, aber alles zu wissen scheinen. Diese Freundinnen sind es, welche mir vieles unterstellen, basierend auf gefährlichem Halbwissen und mir teils Dinge andichten, welche auf keine Kuhhaut mehr geht.

Meine Partnerin ist ein herzensguter Mensch gewesen und ich habe selten eine Person getroffen, welche so gutmütig, freundlich und lieb ist. Niemals würde ich etwas Negatives sagen, da es schlicht nichts Negatives zu sagen gäbe. Sie hätte aus meiner Sicht alles Recht der Welt und mein vollstes Verständnis, wenn sie im Frust auch unschöne Dinge gegen mich ausgesprochen hätte.

Beim Kaffee oder Tee lassen sich Abwesende gut durch den Kakao ziehen.
Zitat von Rudolf Kamp

Fakt ist jedoch eins. Die üble Nachrede der sogenannten besten Freunde ist aus der Luft gegriffen und solange niemand von denen Rückgrat besitzt, um mit mir persönlich darüber zu sprechen, sind es schlicht und ergreifend die sinnbildlichen Tratschweiber, wie man sie kennt. Es scheinen Menschen zu sein, welchen man über Jahre hinweg nur vor den Kopf geguckt hat, doch hinter ihren Fassaden sind es ganz erbärmliche Vollidioten. Deren Leben scheint so uninteressant, das sie Trennung und Tod anderer nutzen müssen, um dies aufzupeppen. Es ist schlicht armselig und pietätlos.

Diese Freunde sollten sich fragen, wo sie denn die letzten 15 Jahre gewesen sind, als meine Partnerin ihre Probleme gehabt hat? Wieso hat niemand ihre Depression erkannt? Ihr mögt gute Freunde gewesen sein, aber ich habe mit dieser Person mein Leben, meinen Alltag verbracht. Ich habe euch nie gesehen, wenn sie Probleme gehabt hat. Ich mag mich von meiner Partnerin nach 15 Jahren getrennt haben, aber ich habe sie nicht verlassen, denn auch nach der Trennung war ich für sie auf unterschiedlichste Art und Weise da. Ihr Maulhelden hingegen habt sie immer dann verlassen, wenn sie bzw. wir, mit ihren Problemen alleine gewesen sind. Ihr wart entweder auf beiden Augen blind, oder eben nicht die guten Freundinnen, als die ihr Euch immer verkaufet.

Vielleicht ist die Hetze gegen meine Person auch nur der hinterfotzige Versuch, sich die eigenen Unzulänglichkeiten schönzureden. Gibt es Euch ein besseres Gefühl, über Dritte zu richten, mit dem Wissen, das Ihr in schwierigen Zeiten eben nicht da gewesen seit, sondern nur dann, wenn es etwas zu feiern gab?! Würdelose, räudige Pussys, das seid ihr.

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